HD Text+ bei der Jahrestagung der dghd in Bochum

31 Okt

Bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) e.V. vom 21.-23. September in Bochum waren wir gleich mehrfach vertreten und haben Ergebnisse unserer Arbeit vorgestellt.

Im Disqspace 22 „Hochschuldidaktik und ihre Theorie(n)“ haben Dr. Anja Centeno García und Dr. Cornelia Kenneweg unter dem Titel „Instrumente zur Zieldefinition auf dem fachbezogenen Prüfstand. Ergebnisse eines Theorie-Praxis-Dialogs im Kontext geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlicher Fächer“ Ergebnisse des Fachtags vom 2. September zur Diskussion gestellt. Diese hatten wir in einem Impulsvortrag auf vier Statements  unter folgenden Überschriften verdichtet:

  • „Bloom ist raus“
  • „Employability-Sprengstoff“
  • Progression ins Curriculum
  • Zwischen Struktur und Inhalt

Die lebhafte Diskussion der mit ca. 40 Anwesenden gut besuchten Session drehte sich ausgehend vom Statement „Bloom ist raus“ vor allem um Nutzen und Nachteil von Lernzieltaxonomien für die fachbezogene Hochschullehre in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Ähnlich wie beim Fachtag am 2. September kamen dabei unterschiedliche Perspektiven auf das Thema zur Sprache, je nachdem, ob es eher um Studiengangentwicklung oder die Gestaltung von Lehrveranstaltungen in der Fachlehre ging. Dankbar nehmen wir viele Anregungen auf, beispielsweise den Vorschlag auch handlungstheoretische Konzepte aufzugreifen oder die Erinnerung daran, dass bei Überlegungen zur fachbezogenen Hochschuldidaktik jeweils auch lokale Kontexte und Besonderheiten einzubeziehen sind.

Anregende Gespräche konnten wir auch an unserem Tisch im „World Café“ führen, an dem wir uns mit einem Tisch zur fachbezogenen Hochschuldidaktik beteiligt hatten.

Der Austausch widmete sich hier vor allem der Frage, welche Unterschiede aus hochschuldidaktischer Sicht zwischen MINT-Fächern und Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften wahrzunehmen sind und ob wegen dieser Unterschiede fachbezogene Angebote erforderlich sind. Alle Beteiligten waren der einhelligen Meinung, dass die Wahrnehmung von disziplinären Verschiedenheiten nicht zu Schubladendenken führen sollte. Ein Vergleich von Erfahrungen an unterschiedlichen Hochschulen ergab zudem, dass die Aufgeschlossenheit gegenüber hochschuldidaktischen Angeboten standort- und organisationskulturabhängig scheint.

Grund zum Feiern gab es bei der dghd-Jahrestagung in Bochum auch, denn unser Vorstandsmitglied Anja Centeno García hat für ihre Dissertation „Textarbeit in der geisteswissenschaftlichen Lehre“ den diesjährigen Johannes-Wildt-Nachwuchspreis für hochschuldidaktische Forschung erhalten. Wir gratulieren noch einmal ganz herzlich und freuen uns sehr über diese Würdigung einer Arbeit zur fachbezogenen Hochschuldidaktik.

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